Jüdisches Kulturschiff in Schwedt

Die MS Goldberg ist im September 2026 wieder unterwegs in Brandenburg: Potsdam, Eisenhüttenstadt und Schwedt. Der ursprünglich geplante Termin Anfang September wurde verschoben.
Die MS Goldberg wurde 1964 als 67 Meter langer Lastkahn gebaut und erhielt ihren Namen nach einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommern. Durch einen Umbau ist nun „Das Jüdische Kulturschiff MS Goldberg“ mit einem schönen Zuschauersaal und über 160 Plätzen aus ihr geworden. Seit dem 23. Mai 2022 werden hier Theatervorstellungen, Lesungen, Konzerte, Talk-Runden oder Filmvorführungen mit dem Fokus auf jüdische Kultur angeboten.
Eintritt: 10 Euro. Kinder bis 14 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen haben freien Eintritt.
Tickets sind an der Abendkasse erhältlich. Reservierungen sind per E-Mail an ms@goldberg-kulturschiff.de oder telefonisch unter 0155 65615590 möglich.
Gefördert mit Mitteln des Landes Brandenburg.
Das Programm
www.goldberg-kulturschiff.de/programm

Donnerstag, 17. September, 19:00 Uhr
»Charlottes Farben«. Musikalisch-szenische Performance
Die Berliner Jüdin Charlotte sitzt in einem kleinen Zimmer im französischen Exil und malt und malt und malt – ihre Erinnerungen, ihre Träume, ihre Hoffnungen … Isabel Nogueira Batistas Musiktheaterstück basiert auf dem autobiografischen Werk in 796 Gouachen »Leben? Oder Theater? Ein Singspiel« von Charlotte Salomon (1917 Berlin 1917 – 1943 Auschwitz). Eine zauberhafte musikalisch-szenische Lesung mit Ann-Kathrin Czymoch (Schauspiel), Andrea Chudak (Gesang), Constanza Ibarra Olalla (Klavier), Judith Kessler (Einführung).
Freitag, 18. September, 19:00 Uhr
Wasser, Wellen, Widerstand. Wie ein Berliner Ruderclub den Nazis trotzte
Die Geschichte des Berliner Ruderclubs »Welle-Poseidon«, der »jede unbescholtene Person ohne Rücksicht auf Politik oder Konfession« aufnahm und dessen nichtjüdische Mitglieder 1933 eine denkwürdige – in der Rückschau einzigartige – Entscheidung trafen … Eine mutmachende Geschichte über Courage und Solidarität, über Untergetauchte, umbenannte Boote und die Sehnsucht früherer Berliner nach ihrer Stadt – dazu Songs über Matrosen, Meer, Schiffe, den Wannsee und Berlin. Eine musikalische Erzählung mit Judith Kessler (Texte), Marina Senckel (Gesang) und Max Doehlemann (Klavier).
Samstag, 19. September, 19:00 Uhr
Rosenthal & Friends: »Klezmer meets Gospel«
Faszinierende und spielerische Fusion aus jiddischer Klezmer-Tradition und afroamerikanischer Gospel-Rhythmik mit Jazz-und Swing-Anklängen. »Weltmusik« mit Boris Rosenthal (Klavier, Gitarre, Akkordeon), dem »Urgestein der jüdischen Musikszene in Deutschland und mit Bernd Gesell (Kontrabass), Leo Ellenzweig (Klarinette), Shulamit Lubowska (Gesang, Posaune, Akkordeon), Jan Trojanowski (Schlagzeug) und »Special Gospel Guest« Jeremie Johnson.
Sonntag, 20. September, 16:30 Uhr
Familienkino: »Krieg der Knöpfe«
In zwei schon ewig verkrachten Dörfern bekämpften sich auch die Kinder schon immer und weil sie irgendwann begannen, ihren Gegnern die Knöpfe abzuschneiden, bekommt ihr Krieg den Name »Krieg der Knöpfe«. 1944 erreicht der wirkliche Krieg Südfrankreich. Und die hübsche Violette stellt das Dorfleben auf den Kopf. Denn eigentlich heißt sie Myriam, ist Jüdin und somit in großer Gefahr. Nun haben die zwei verfeindeten Dörfer keine andere Wahl, als sich zu verbünden und sich gegen das eigentliche Übel zu wenden. FR 2011, R: Christophe Barratier; ab 6 und für die ganze Familie.
Sonntag, 20. September, 19:30 Uhr
Billy-Wilder-Retro: »Eins, Zwei, Drei«
Im geteilten Berlin zu Zeiten des Kalten Krieges bekommt ein führender Coca-Cola-Angestellter den Auftrag, die schicke und verwöhnte Tochter seines Chefs zu betreuen. Legendäre, köstliche Komödie mit James Cagney, Horst Buchholz, Liselotte Pulver, Friedrich Hollaender u.a. USA 1961
