2026: Erneuerung des Bahnhofsvorplatzes Passow
Mit der Fertigstellung des Bauvorhabens Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes am Bahnhof Passow (Bahnstrecke Angermünde–Stettin) wurde ein Meilenstein erreicht. Über Jahrzehnte befand sich der Bahnhofsvorplatz in einem Zustand, der weder seiner Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt noch den berechtigten Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger gerecht wurde. Unebene Pflasterflächen, ungeordnete Parkmöglichkeiten, fehlende überdachte Fahrradabstellplätze und eine nicht barrierefreie Bushaltestelle prägten das Erscheinungsbild. Mit der grundlegenden Neugestaltung ist es nun gelungen, diese städtebaulichen und verkehrlichen Missstände zu beseitigen und einen modernen, attraktiven und funktionalen Bahnhofsvorplatz zu schaffen.
Dank der Förderung durch das Land Brandenburg, den Landkreis Uckermark und durch das finanzielle Engagement der Stadt Schwedt/Oder konnte das lange geplante Bauvorhaben im November 2025 begonnen und im Oktober 2026 erfolgreich abgeschlossen werden.


Der Bahnhof Passow liegt innerhalb des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) und ist an den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) angebunden. Die Eisenbahnverbindung zwischen Angermünde und Szczecin (Stettin) spielt für die Erschließung des öffentlichen Verkehrs der nordöstlichen Uckermark eine große Rolle und stellt eine wichtige Verkehrsverbindung dar.
Das Bahnhofsumfeld Passow zeigte erhebliche verkehrliche wie auch städtebauliche Missstände. Zwischen dem ehemaligen Empfangsgebäude und der Straße Am Bahnhof befindet sich eine großzügige rechteckige Freifläche. Auf Teilen dieser Fläche hatte sich die historische Pflasterung bewahrt (Feldstein, wilder Verband). Am südöstlichen Rand dieser Natursteinpflasterfläche befand sich eine Bushaltestelle, die jedoch in keiner Weise den Ansprüchen an eine moderne, fahrgastfreundliche und barrierefreie Bushaltestelle genügt, da der vorhandene Hochbord keine ausreichende Höhe aufweist und kein Blindenleitsystem vorhanden war.

Um von der Bushaltestelle zum Bahnsteig zu gelangen, mussten die Fahrgäste über die unebene Natursteinpflasterfläche und dann nördlich um das ehemalige Empfangsgebäude herumlaufen. Dieser Weg war zwar beschildert, für Ortsunkundige jedoch nicht auf den ersten Blick zu erfassen, da keine Sichtbeziehung zwischen Bushaltestelle und Bahnsteig bestand. Der Weg führte hinter dem leerstehenden, ungenutzten Gebäude durch eine von Wildwuchs charakterisierte, ungepflegte Waldfläche. Gerade in der dunklen Jahreszeit stellte dies keine attraktive Zuwegung dar.
Auf der vorhandenen Vorplatzfläche waren keine markierten Pkw-Stellplätze als Park-and-Ride- Anlage vorhanden, so dass die am Bahnhof Passow abgestellten Fahrzeuge ungeordnet auf dem Vorplatz geparkt wurden.
Ein Mindestangebot an Bike-and-Ride-Stellplätzen gehört zur Standardausstattung einer SPNV-Station im Land Brandenburg. Am Bahnhof Passow waren keine überdachten Fahrradstellplätze vorhanden. Eine gesicherte Abstellmöglichkeit fehlte ebenfalls.
Förderung
Im November 2024 informierte der Landkreis Uckermark über eine Zuwendung in Höhe von 148.793,40 € für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofvorplatzes Passow auf der Grundlage der Richtlinie des Landkreises Uckermark zur Förderung von Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen im Öffentlichen Personennahverkehr für das Jahr 2025.
Am 11. Dezember 2023 überreichte Herr Carsten Dörnbrack, Landesamt für Bauen und Verkehr, den Zuwendungsbescheid für Fördermittel für die Baumaßnahme „Erneuerung des Bahnhofsvorplatzes Passow“ an Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe. Die Maßnahme wird durch das Land Brandenburg gefördert und finanziert aus Haushaltsmitteln der Stadt Schwedt/Oder.
- förderfähige Gesamtkosten: 503.487,25 €
- Zuwendung: 453.138,53 €
