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400 junge Störe für die Oder (Archiv)

Foto: ein Stör
Nationalparkverwaltung und die Fischer und Angler der Region bemühen sich um die Wiedereinbürgerung des Störs.

Am 8. April 2014 werden im Nationalpark Unteres Odertal mit seinen weiträumigen, naturnahen Überschwemmungsflächen wieder Störe ausgesetzt. Diesmal sollen 400 einjährige Jungfische in ihre angestammte Heimat entlassen werden. Die Fische sind mit kleinen Marken versehen, um das Verhalten der Fische in ihrem Lebensraum weiter zu erforschen.

Die Gesellschaft zur Rettung des Störs e. V. führt damit im Rahmen des offiziellen Projektes „Der Stör – Rückkehr eines lebenden Fossils“ der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ das bereits 1996 gestartete Vorhaben fort. Ziel ist die dauerhafte Wiederansiedlung des Atlantischen Störs (Acipenser oxyrinchus) in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet, zu dem auch das Flusssystem der Oder gehört. Tatkräftig unterstützt wird die Besatzaktion von Nationalparkfischern und von Mitgliedern des „Angelvereins Ortsgruppe Schwedt/Oder 1922 e. V.“, einem Kooperationspartner der Nationalparkverwaltung. Berufsfischer und Hobbyangler begleiten die Wiederansiedlung des Störs von Beginn an.

Seit dem Erstbesatz der Oder im Jahr 2007 wurden schon über 400 000 Störe, die von der Gesellschaft zur Rettung des Störs und ihren Projektpartnern aus der Nachzucht kanadischer Elterntiere bereitgestellt wurden, im Flusseinzugsgebiet ausgesetzt. Die Vermehrung und einjährige Aufzucht der Jungfische, die schon bis zu einem Kilogramm schwer sind, erfolgte in der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern.

Im Nationalparkhaus in Criewen können Besucher im Oder-Aquarium einige Exemplare des urtümlichen Fischs, der 2014 in Deutschland zum Fisch des Jahres gekürt wurde, besichtigen.

Fänger markierter Störe werden gebeten, die Nummer auf der Marke abzulesen, alle Fangdaten zu notieren und die Störe mit der Marke wieder schonend zurückzusetzen. Die Meldung der Daten wird an die Gesellschaft zur Rettung des Störs e.V., Fischereiweg 408 in 18069 Rostock (Telefon 0381 8113429) oder an die Nationalparkverwaltung Unteres Odertal in Criewen, Park 2 (Telefon 03332 26770) erbeten und mit einer Fangprämie von 10 € belohnt.

Die Besatzaktion im Nationalpark startet am 8. April 2014, 13:45 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Kanalbrücke in Stolpe.